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Gott auf Wohnungssuche

Nachricht 23. Dezember 2025

Weihnachtsbotschaft von Superintendent Carsten Stock

Liebe Leserinnen und Leser!

„Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.“

So heißt es in einem der bekanntesten Weihnachtslieder, das wir auch an Weihnachten 2025 wieder in Gottesdiensten und vielleicht auch zu Hause vor dem Weihnachtsbaum singen werden. Schon in den letzten Wochen konnte man es auf Adventsmärkten und Weihnachtsfeiern hören.

„Stimmt das eigentlich? Kommt das Christuskind wirklich alle Jahre wieder oder hat es mittlerweile die Nase voll?“ Diese Fragen kamen mir in den Sinn, als ich bei sommerlichem Wetter im September umgeben von Weihnachtsmännern, Spekulatius und Lebkuchen im Supermarkt stand.

Raum für Christus?

Ich persönlich feiere Weihnachten wirklich gerne, frage mich aber manchmal: Ob Christus es auch noch gerne feiert? An Weihnachten feiern wir ja seinen Geburtstag, aber für das Geburtstagskind ist immer weniger Raum – wie beim ersten Weihnachten auch: Da fanden Maria und Josef „keinen Raum“, wie es in der Weihnachtsgeschichte heißt. 

Findet Christus bei uns Raum, wenn er – alle Jahre wieder – zu uns kommt oder ist der Raum schon voll? Voller Geschenke, voller Vorbereitungen, voller Weihnachtsstress, voller Arbeit, voll von allen möglichen anderen Dingen …

Weihnachten: Weniger ist mehr

Ich bin überzeugt davon: Es stimmt, was gesungen wird: „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.“ Jesus Christus möchte bei uns Menschen sein, das ist seine DNA. Meine Sorge ist, dass er bei vielen Menschen nicht ankommt – weil gerade an Weihnachten die Räume unseres Lebenshauses bereits voll sind. Wenn aber Christus nicht bei uns ankommt, dann bleibt das Weihnachtsfest letztlich leer, auch wenn es noch so voll gestopft ist.

Deshalb habe ich mir für diese Adventszeit und das Weihnachtsfest vorgenommen: Weniger ist mehr! Ich möchte Raum schaffen für den, der an Weihnachten alle Jahre wieder zu uns kommen möchte: Jesus Christus.

Also: Weniger Vorbereitungsstress, weniger Termine, weniger Geschenke – damit mit genug „Raum“ ist, sodass Jesus Christus wirklich ankommen kann. Denn dann wird wirklich Weihnachten.

Ich wünsche Ihnen für dieses Weihnachtsfest, dass Jesus Christus bei Ihnen ankommt. Und dass sich erfüllt, was in der zweiten Liedstrophe gesungen wird: „Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus, geht auf allen Wegen mit uns ein uns aus.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr 2026.

Ihr Superintendent Carsten Stock