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Notfallseelsorge

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Das Logo der Notfallseelsorge

Wenn die eigene Welt in Trümmer fällt ...

Notfallseelsorge leistet „Erste Hilfe für die Seele“

Es gibt Situationen, in denen Menschen plötzlich vor einem Trümmerfeld stehen und zutiefst erschüttert sind: z.B. durch den plötzlichen Tod eines nahe stehenden Menschen, einen schweren Unfall oder das Erleben eines Unglückes. Womöglich stehen sie im Augenblick ganz allein mit ihrem Erleben. Manchmal verstehen sie die Welt und sich selbst nicht mehr. Sie stehen neben sich. Nicht immer können sofort vertraute Menschen hilfreich zur Seite stehen. Dann kann die Notfallseelsorge eine „Erste Hilfe für die Seele“ werden und kompetente Hilfe leisten.

Notfallseelsorge ist eine fachliche Ergänzung für die Arbeit von Rettungsdienst, Notarzt, Feuerwehr und Polizei. Sobald die Einsatzkräfte also seelsorgerische Unterstützung als sinnvoll erachten, können sie über die Rettungsleitstelle die Notfallseelsorge anfordern. Ebenso können Betroffene einer Notsituation die Einsatzkräfte darum bitten, die Notfallseelsorge zu benachrichtigen.

Die Alarmierung erfolgt über Funkmeldeempfänger. Der Notfallseelsorger unterbricht seine bisherige Tätigkeit und meldet sich bei der Leitstelle, die ihm die Sachlage mitteilt. Danach versucht der diensthabende Notfallseelsorger in der Regel, Kollegen in der Nähe des Einsatzortes zu erreichen. Gelingt dieses nicht, übernimmt er selber den Einsatz.

In jedem Fall geschieht etwas.

Von Wem?

Träger der Notfallseelsorge ist der Kirchenkreis Bremervörde-Zeven. So gut wie alle Pastorinnen und Pastoren unseres Kirchenkreises bilden ein Team und gewährleisten die Notfallseelsorge.

In einer wechselnden Rufbereitschaft ist rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres ein Notfallseelsorger im Dienst. Das heißt: In jedem Fall ist ein Notfallseelsorger erreichbar – so wie Notarzt, Polizei oder Feuerwehr.

Selbstverständlich gilt in der Notfallseelsorge die Schweigepflicht.

Der Einsatz geschieht kostenfrei , denn die Arbeit der Notfallseelsorge wird aus Haushaltsmitteln des Kirchenkreises (also aus Kirchensteuermitteln) und von Spenden und Kollekten finanziert.

Der Dienst der Notfallseelsorge ist motiviert aus dem christlichen Glauben. Bei dem Einsatz der Notfallseelsorge geht es jedoch nicht um Mission, sondern um Beistand in der Not .

Der Mensch in seiner Not steht im Blickpunkt, nicht seine Weltanschauung oder Kirchenzugehörigkeit. Diese spielen keine Rolle.

Einsatzmöglichkeiten

Die Notfallseelsorge kann zum Beispiel zum Einsatz kommen ...

  • ... durch den Rettungsdienst
    nach einer erfolglosen Wiederbelebung ,
    nach dem plötzlichen Tod eines Kindes
    oder nach der Selbsttötung eines Menschen.
  • ... durch die Feuerwehr,
    wenn Angehörige an einem Unfallort erscheinen
    oder Unfallzeugen
    oder Geschädigte eines Brandes
    zu betreuen sind.
  • ... durch die Polizei
    beim Überbringen einer Todesnachricht .
    oder Begleitung von Unfallzeugen.

Manchmal wird auch darauf hingewiesen, dass die Notfallseelsorge in der ersten Zeit nach einem schrecklichen Erlebnis Hilfe geben kann. Dies gilt insbesondere für beteiligte Kinder. Notfallseelsorger können deeskalierend wirken in Krisensituationen.

Neben der Akuten Krisenhilfe gibt es in unserem Kirchenkreis auch die Fachberatung Notfallseelsorge. Einsatzkräfte können mit dem Fachberater sowohl Ausbildungseinheiten z.B. zum Umgang mit belastenden Einsätzen, die Begleitung in oder die Nachbereitung von belastenden Einsätzen vereinbaren.

Kontakt

(kommisarisch)

Superintendent Carsten Stock
Kirchenstraße 10
27432 Bremervörde
Tel.: 04761-2383