Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mein Blick auf den blauen Himmel und die ersten Knospen, die im Garten aufgehen. Manche Bäume sind aber noch kahl und wirken wie tot. Die letzten Märztage sind schon deutlich länger, das Licht siegt über die Dunkelheit. Die Frühlingsonne wärmt, morgens ist es allerdings noch recht frisch.
Wärme und Kälte, Licht und Finsternis, Leben und Tod, Hoffnung und Verzweiflung - manchmal liegt all das sehr dicht beieinander. Ich denke an einen Tag, an dem ich mittags eine Beerdigung halte. Die Trauer ist tief, der kleine Enkelsohn beweint den Tod seines Großvaters. Ein paar Stunden später erlebe ich die große Freude eines Ehepaares über die Geburt ihrer Tochter.
Leben und Tod, Licht und Finsternis, Hoffnung und Verzweiflung sind auch in diesen ersten Apriltagen eng miteinander verbunden: Am Gründonnerstag müssen die Jünger Abschied nehmen von Jesus und erleben voller Schrecken mit, wie er gefangen genommen wird. Am Karfreitag sehen sie voller Verzweiflung, wie er unter schrecklichen Qualen am Kreuz hingerichtet wird und stirbt – Tod und Finsternis scheinen zu triumphieren.
Dann kommt die für alle überraschende Wende: Am Ostersonntag ist das Grab leer, Jesus ist auferstanden von den Toten, das Leben siegt über den Tod! Die verzweifelten Jünger finden neue Hoffnung.
Wir werden immer wieder mit Tod und Finsternis konfrontiert werden und darum manchmal auch der Verzweiflung nahe sein. Aber seit Ostern muss es in der Finsternis nicht ganz dunkel werden. Der Tod muss nicht das letzte Wort haben. Es gibt Hoffnung für Verzweifelte. Das Vertrauen auf Jesus Christus und der Glaube an seine Auferstehung spenden Licht, Leben und Hoffnung. Mögen Sie das auch in Ihrem Leben erfahren.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe und gesegnete Ostern
Ihr Carsten Stock